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Der Fachkräftemangel sei für 60 % der Unternehmen das derzeit größte Risiko, so Wolfgang Grenke. Berufsausbildung sei die Voraussetzung, aber es mangele an entsprechenden Bewerbern.

Gregor Wick, MH-Sprecher, führte in das Thema ein und erinnerte daran, wie 1992 bzw. 1998 zahlreiche Wirtschaftswissenschaftler, darunter auch Prof. Starbatty, die Schwachstellen des Maastricht-Vertrages aufdeckten und warnten „Der Euro kommt zu früh!“.

Prof. Starbatty MdEP hatte von „MH“ das Thema „Deutschland quo vadis? Der Mittelstand vor großen Herausforderungen!“ gestellt bekommen. Als Professor für Volkswirtschaftslehre kam er gleich auf den Kern heutiger Probleme sowohl in Deutschland als auch in der EU bzw. dem EuroRaum –mangelnder Wettbewerb.

 

 

So sei es ein Unding, dass Staaten für ihre Schulden nicht mehr haften sollten, in dem der sog. „Europäische Währungsfonds“ hier künftig eintreten solle. Umgekehrt, es entstünde ein Konkurrenz-Sozialismus. Durch die Abschaffung des Wechselkurs Systems könne der deutsche Euro nach außen nicht aufgewertet werden, wie einst die DM, was dringend geboten wäre. Stattdessen betreibe der Staat eine Abwertung nach innen über Löhne, die weniger Kaufkraft haben, als noch vor Jahren und die zu prekären Arbeitsverhältnissen führte.

Die Null-Zins-Politik passe nicht zu Ländern mit prosperierender Konjunktur. Einer Währungsunion als Haftungsunion, wie sie sich die Kanzlerin vorstelle, erteilte der VWL- Professor eine klare Absage.

Subventionen lähmten Wettbewerb und überdeckten nur die Probleme. Sie lösen sie aber nicht.

Als einstiger Kritiker des Maastricht-Vertrages forderte Starbatty endlich die Einhaltung der Verträge und bezog den Lissabon-Vertrag mit ein.